Solar-Bürger-Genossenschaft die unabhängige Freiburger Energie-Genossenschaft

Chronik der Solar-Bürger-Genossenschaft

Eine Genossenschaft mit Geschichte

Die Solar-Bürger-Genossenschaft ist aus einer Privatinitiative heraus entstanden.
Ende der 80er Jahre lebte die Widerstandsbewegung gegen die AKWs im Odenwaldkreis Obrigheim und Biblis erneut auf und aus dieser Bewegung entstanden mehrere Vereine, die sich für eine nachhaltige Energieversorgung einsetzten und Bürgersolaranlagen planten.
Aus diesen Initiativen kristallisierte sich 2005 das Gründungsteam der Solar-Bürger-Genossenschaft heraus.
Dabei waren Burghard Flieger, der heute noch im Vorstand der Genossenschaft aktiv ist und schon damals ein erfahrener Genossenschaftsgründer war und Erhard Renz, er ist auch heute noch in der Genossenschaft, und engagiert sich auch immernoch stark für die Entwicklung einer neuen Energiewirtschaft, zum Beispiel mit seinem Blog http://www.sonnenfluesterer.de/
Die Solar-Bürger-Genossenschaft war damit eine der ersten kleinen Energiegenossenschaften, die von Bürgern und Fachleuten gegründet wurde.

2006 erfolgte die Eintragung als Genossenschaft in Bürstadt.

Gründung: 2006
Mitglieder: 191
Anteile: 2433
Solarstromanlagen: 9
Blockheizkraftwerke: 1

Jahresertrag:

über 800 MWh
CO2-Einsparung: über 600 t/a
davon Direktnutzung: ca. 70 MWh (PV und KWK)
Stromvertrieb (Freiburger Bürgerstrom): 41 Kunden mit ca. 100 MWh Strombezug
Vertreter der Genossenschaft: Vorstand: Dr. Burghard Flieger, Kaj Mertens-Stickel, Joachim Merkle
Aufsichtsratsvorsitzender: Christian Geissler

Die Grundsätze der Genossenschaft

Die Genossenschaft befasst sich insbesondere mit gemeinschaftlicher Produktion, Einkauf und Verteilung von Erneuerbaren Energien sowie der Planung, der Erstellung und dem Betreiben von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung und der Versorgung mit Erneuerbaren Energien. Außerdem sollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, Energieeinsparung und umweltfreundlichen Mobilität ergriffen sowie Dienstleistungen und Beratung angeboten werden.
Die Genossenschaft kann in allen Bereichen tätig werden, die einer umweltfreundlichen Energieversorgung dienlich sind.

Die Ziele der Genossenschaft

Die Energiewirtschaft muss komplett erneuert werden. Die Zukunft der Energie soll in den Händen Vieler liegen.
Je mehr Kleingruppen, Initiativen, Privatleute, kleine Unternehmen und Kommunen ihren Strom und ihre Wärme selbst produzieren, desto mehr können sie in Zukunft Qualität und Preis der Energie transparent mitgestalten.

Die solargeno als Genossenschaft kann den Bau von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen und anderen regenerativen Energieerzeugungsanlagen ermöglichen oder Energieeffizienz- und -einsparmaßnahmen in Gebäuden durch Bürger-Energie-Contracting unterstützen.

Ziel der Genossenschaft ist eine Demokratisierung der Energiewirtschaft und die Förderung der Energiewende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit Bürgerbeteiligung. Die Aktivitäten der Genossenschaft dienen einer umweltfreundlichen, ressourcenschonenden, effizienten, dezentralen, nicht monopolistischen Energiewirtschaft.
Hierdurch sollen Klimaschutz und gerechte Verteilung von Ressourcen erreicht werden.
Durch eine wirtschaftliche Beteiligung können Genossenschaftsmitglieder an dieser Entwicklung sowie am ökonomischen Erfolg teilhaben und werden durch die Genossenschaft bei ihrem eigenen Engagement mit Service- und Beratungsleistungen unterstützt.
Die Genossenschaft handelt überregional und versteht sich auch als Dachorganisation für Projekte von lokalen Gruppen, die vor Ort ihre eigene Anlage realisieren wollen, ohne dafür selbst den Weg der Genossenschaftsgründung zu gehen.
Sie sucht die Zusammenarbeit mit Vereinen, die sich ebenfalls zu oben genannten Zielen bekennen.